Maya ist eine lebensfrohe Person mit vielfältigen Interessen. Die Hobbymusikerin schliesst im Sommer die Matura ab. Seit sie mit ihrer Familie vor 8 Jahren nach Zürich gezogen ist, liebt sie es, neue Quartiere in der Stadt zu entdecken. Auch bei Jazzkonzerten, skurrilen Theatervorstellungen oder beim Herumstreunern in Secondhand Läden kann sie gut abschalten. Maya liegt es am Herzen, dass Kinder in christlichen Familien nicht überbehütet aufwachsen, sondern in der Gesellschaft integriert sind.
Mit dem Wolfswinkel ist Maya eng verbunden. Sie findet es wichtig, dass jede Person in der Gemeinde einen Platz findet. «Gemeinde bedeutet für mich, Menschen um mich herum zu haben, die genauso im Leben stehen wie ich und den alltäglichen Glauben teilen.» Ausserdem schätzt sie es, Freunde und Freundinnen in verschiedenen Altersgruppen zu haben. Im Gottesdienst ist Maya sehr engagiert. Auch wenn sie sich anfangs eher dazu gedrängt fühlte, macht es ihr mittlerweile Spass, die Predigtstunde zu moderieren. Es sei toll, wie sie lernen kann, souverän vor Leuten zu stehen. Auch das Bibelgespräch für Jugendliche zu leiten, hat sie zu Beginn Überwindung gekostet. Hier konnte sie bislang ebenso wertvolle Erfahrungen sammeln.
In den letzten Monaten durfte Maya lernen, Nein zu sagen. «Als People Pleaserin, die gerne unterwegs ist und gerne anderen gefallen möchte, fällt mir dies überhaupt nicht leicht», erzählt sie ehrlich. Obwohl sie den Eindruck hatte, dass Gott sie zum Innehalten einlädt, sagte sie zunächst voller Begeisterung zu einer Einladung ihrer besten Freundin zu. Als sie kurz darauf krank wurde und merkte, dass ihr alles zu viel wird, sagte sie schweren Herzens ab. «Danach erlebte ich einen mega schönen Frieden.» Rückblickend sieht sie: «Gott ist mir geduldig nachgegangen und hat mich auf Umwegen zu dem geführt, was von Anfang an das Beste war.» Es sei weiterhin ein Lernprozess, bewusst ja oder nein zu sagen, um Raum für die wirklich wichtigen Dinge zu schaffen.
Besonders geprägt wurde sie durch den besten Freund ihres Vaters und dessen Frau, die ein erfolgreiches Tanzstudio führen. Ihre Haltung, zu den eigenen Werten zu stehen und ein Hobby trotz anfänglicher Schwierigkeiten zum Beruf zu machen, hat sie stark inspiriert. Dieses Tanzstudio sei nicht nur ein Ort zum Tanzen, sondern auch ein Safe Space für Jugendliche.
Diese Erfahrungen haben in Maya den Wunsch geweckt, einen Beruf zu wählen, der sie wirklich erfüllt. In Gesprächen mit anderen Menschen fällt ihr auf, wie selten grosse Träume ausgesprochen werden. Sie findet es schade, wenn man die Lebenszeit, die einem zur Verfügung steht, nicht auskostet. Maya selbst träumt davon, Geschichte zu studieren, eine Welle zu reiten, auf Safari zu gehen und ein eigenes Café zu führen. Man könnte sagen: schöne Träume, aber wie soll man das bezahlen? Trotzdem habe sie von einem Mann gelesen, der jeweils ein Jahr arbeitet und ein Jahr reist. Nicht luxuriös, aber inspirierend. «Ich finde, jeder sollte einen grossen Traum haben!»
