22.04.2026

Blickwinkel: Samuel

Samuel ist ein offenherziger Mensch, der Interesse an den Erfahrungen anderer zeigt. In seinem Podcast «Faith to Face» spricht er mit verschiedenen Leuten über ihre Lebensgeschichten und Perspektiven bei gesellschaftlichen Themen. Der gelernte Zimmermann ist seit kurzem mit seiner Familie in die Schweiz gezogen. Hier arbeitet er als Pastoralassistent. Samuel ist in seiner Freizeit gerne draussen, um Ausflüge zu machen oder zu wandern. Auch das sogenannte Bushcrafting fasziniert ihn: Nur mit dem Allernötigsten im Rucksack in den Wald zu gehen, sich anhand von Naturzeichen zu orientieren, Feuer zu machen und Nahrung aus der natürlichen Umgebung zu gewinnen.

Mit der Kirche ist Samuel von klein auf verbunden. In der Adventgemeinde Nagold ist er aufgewachsen. 2013 ist er getauft worden, was er in sehr schöner Erinnerung hat. Er war dort als Jugendleiter, Pfadfinderleiter und Gemeindeleiter aktiv. «Gemeinde ist für mich ein Ort, an dem ich echte Freundschaften erleben und geistlich auftanken kann.»

Was ihm besonders am Herzen liegt? Samuel positioniert sich klar: Eine lebendige, ganzheitliche Spiritualität in der Gemeinde ist für ihn zentral. «Ich möchte mit meinen Gaben dazu beitragen, dass Glaube nicht nur kognitiv, sondern auch emotional und gemeinschaftlich erfahren werden kann.» Für die Gemeinde Wolfswinkel wünscht er sich, dass sie weiterhin wächst und aufblüht. Jedes Gemeindeglied soll die Möglichkeit haben, eine Aufgabe zu übernehmen, ganz gleich, wie klein sie scheint. Samuel ist überzeugt: «Wenn wir gemeinsam Gott dienen, können wir ihm umso fruchtvoller begegnen.»

Wenn Samuel auf sein bisheriges Leben zurückblickt, erkennt er einige Entscheidungen, die für seinen Weg besonders einflussreich waren: seine Hochzeit mit Eva, die Wahl, Theologie zu studieren, die Entscheidung für eine Zimmererlehre und vor allem seine persönliche Taufentscheidung. Ihm ist bewusst, dass seine Entscheidungen nicht immer den Erwartungen seines Umfelds entsprachen. Weder die Zimmererlehre noch das spätere Theologiestudium waren damals der naheliegendste oder gesellschaftlich erwartete Weg. Dennoch hat er sie gewählt, weil er ein Ziel vor Augen hatte. Besonders geprägt haben ihn sein damaliger Pastor und geistlicher Vater, ein Lehrer aus der Schulzeit sowie seine Grosseltern. Sie waren in seiner Jugend wichtige Mentoren, die ihn auf seinem Weg ermutigten. Manchmal müsse man aus Überzeugung in eine Richtung gehen, auch wenn sie im sozialen Umfeld nicht als normal gilt. Genauso sei es mit dem Glauben: «Man muss sich für Gott entscheiden, egal wie die Situation und Umstände sind. Denn genauso steht Gott auch für mich ein.»

Samuel sind im Laufe der Jahre besonders die Werte Freiheit und Souveränität ans Herz gewachsen. Unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen und gleichzeitig in Gott verwurzelt zu sein, darauf komme es an.