30.05.2026

Brot und Traubensaft

Ein gedeckter Tisch mit Brot und Traubensaft, besinnliche Musik: ein Gottesdienst mit besonderer Tiefe. Viermal im Jahr feiern wir gemeinsam das Abendmahl und erinnern uns dabei an Jesus und seinen Weg ans Kreuz. In der Predigt stellt sich Christian vor, was Jesus damals beim letzten Abendmahl wohl bewegt haben könnte. „Jesus ist dem Kreuz bewusst entgegengekommen, um uns zu retten.“ Ein Grund, bewusst dankbar zu sein.

Es folgt ein vielleicht ungewohntes, aber kraftvolles Ritual, das die hingebungsvolle Haltung von Jesus erneut bewusstmacht. Die Teilnehmenden waschen sich zu zweit die Füsse als Symbol der Reinigung und Versöhnung. Nach dieser Erfrischung beten wir gemeinsam und wünschen uns Gottes Segen. Anschliessend werden Brotstücke und kleine Gläser mit Traubensaft verteilt. Dies verdeutlicht den Bund zwischen Gott und Mensch.

Das Abendmahl lenkt den Blick zurück und zugleich nach vorne. Wir erinnern uns an das, was Jesus für uns getan hat, und staunen darüber, wie gross seine Liebe ist. Gleichzeitig weckt es die Hoffnung, dass wir eines Tages ganz bei Gott sein werden. Es ist die Verheissung, dass Trennung, Schmerz und Unsicherheit ein Ende finden.

Die Bibel spricht davon, dass Jesus wiederkommen wird. Dann erwartet uns ein Festmahl, bei dem alle Gläubigen vereint sein werden. Christian ist überzeugt: „An diesem Tag werden die Gläubigen, das ganze Universum und Gott selbst aufatmen, weil das Erlösungshandeln Gottes zur Vollendung gekommen ist.“