Das Gesicht von Ines ist vielen in der Gemeinde Wolfswinkel bestens bekannt. Wer am Sabbat begrüsst wird, begegnet ihr vielleicht im Foyer. Andere kennen ihre Stimme am Telefon oder haben bereits eine Geburtstagskarte von ihr erhalten. Mit ihrem treuen Engagement trägt sie seit vielen Jahren dazu bei, dass sich Menschen in der Gemeinde wahrgenommen fühlen.
Ines ist im Kanton Tessin geboren und aufgewachsen. Als Tochter einer deutschen Mutter und eines Tessiner Vaters ist sie mit zwei Muttersprachen gross geworden. Gemeinsam mit ihren drei jüngeren Schwestern erlebte sie eine von Glauben geprägte Kindheit und Jugend. Mit 16 Jahren liess sie sich taufen.
Beruflich war sie viele Jahre für die DSV tätig. Ihre Aufgaben führten sie vom Sekretariat über die Buchhaltung bis in die Verwaltung der Privatschule A bis Z. Seit Dezember 2021 geniesst sie ihren wohlverdienten Ruhestand.
Ihre freie Zeit verbringt Ines am liebsten in der Natur. Wandern und lange Spaziergänge gehören ebenso zu ihren Leidenschaften wie das Beobachten von Vögeln. Besonders Wasservögel an Seen und Flüssen faszinieren sie während der Wintermonate. Neben den Tieren interessiert sie sich auch für die Pflanzenwelt. Daneben reist sie gerne, vor allem innerhalb Europas. Ob auf Wanderreisen in Gruppen, mit der Familie oder allein unterwegs, sie schätzt die vielfältigen Möglichkeiten, neue Orte und Menschen kennenzulernen. Zu Hause widmet sie sich gerne Büchern oder erweitert ihr Wissen durch Dokumentarfilme über Natur, Reisen, Archäologie und Geschichte.
Seit dem Sommer 1987 lebt sie im Kanton Zürich und gehört seither zur Gemeinde Wolfswinkel, die damals noch Gemeinde Gubelstrasse hiess. Dem Umzug ging eine wichtige Entscheidung voraus, die ihren weiteren Lebensweg nachhaltig prägen sollte. Damals arbeitete Ines in Lugano und war mit ihrer Stelle zufrieden. Einige Jahre zuvor hatte sie bereits während neun Monaten in den Büros der Euro-Afrika-Division in Bern gearbeitet, war jedoch ins Tessin zurückgekehrt. Als sie später den Ruf erhielt, für die DSV tätig zu werden, stand sie vor der Frage, ob sie ihre vertraute Umgebung verlassen und ihr Berufsleben noch stärker in den Dienst von Gottes Werk stellen sollte. Die Entscheidung fiel ihr nicht leicht. Während mehrerer Wochen nahm sie sich bewusst Zeit für Gebet, Besinnung und das Suchen nach Gottes Führung. Nach und nach wuchs in ihr die Überzeugung, diesen Schritt zu wagen. Rückblickend gehört dieser Moment zu den bedeutendsten Entscheidungen ihres Lebens. Im Sommer 1987 begann sie ihre Arbeit in den Büros an der Gubelstrasse, fand sich rasch in der neuen Umgebung zurecht und wurde herzlich in der damaligen Gemeinde Gubelstrasse aufgenommen. Dass dieser Schritt sie zur Auswanderin aus dem Tessin machte, hat sie nie bereut.
Diese Erfahrung hat auch ihre Verbundenheit zur Gemeinde geprägt. «Ich liebe die offene, liebevolle Atmosphäre im Wolfswinkel sehr», schwärmt Ines. «Es ist schön, Teil einer harmonischen Gemeinschaft zu sein, wo Jung und Alt gut miteinander auskommen.» Seit ihrer Pensionierung kann sie zudem viele Angebote der Gemeinde noch intensiver nutzen. Ein weiterer Grund zur Freude sind für sie die zahlreichen musikalischen Talente der Gemeinde, welche die Gottesdienste abwechslungsreich machen.
Heute engagiert sie sich vor allem im Saaldienst, wo sie seit rund eineinhalb Jahren mitarbeitet. Zusätzlich übernimmt sie eine kleinere Aufgabe im Finanzbereich der Gemeinde. Häufig schreibt sie Glückwunschkarten an Gemeindeglieder, die ihren Geburtstag feiern.
Kraft und Orientierung findet sie bis heute in der regelmässigen Teilnahme am Gottesdienst und an den Bibelgesprächen. Der Sabbat ist für sie ein wichtiger Anker im Alltag. Er schenkt ihr die Möglichkeit, geistlich aufzutanken, Gott näherzukommen und die Gemeinschaft mit Glaubensgeschwistern zu pflegen. Besonders wichtig ist ihr auch die Bitte an Gott, Menschen mit Freundlichkeit, Offenheit und Toleranz begegnen zu können. Sie möchte ohne Vorurteile auf andere zugehen, ihre Lebenssituationen verstehen und ihnen mit Mitgefühl begegnen.
Für die Zukunft der Gemeinde hat Ines eine klare Haltung: «Ich wünsche mir, dass die Gemeinde weiterhin unter Gottes Segen steht, weiter wächst und ihre guten Eigenschaften bewahrt.» Sie hofft, dass auch künftig viele unterschiedliche Personen hier eine geistliche Heimat finden können.
